Atomausstieg und die Soziale Frage

Vortrag und Diskussion mit Henrik Paulitz
Dienstag, 24. Mai 2011, 19:30 Uhr im Audimax der Uni Mainz

Mitschnitt des Vortrages & Interview mit Henrik Paulitz
von Helmut und Wilfried, Radio Quer Mainz/Wiesbaden

Henrik Paulitz: Atomausstieg und die Soziale Frage25 Jahre nach Tschernobyl sind die Atomreaktoren von Fukushima seit nun über zwei Monaten völlig außer Kontrolle.
Die Wissenschaft ist ratlos, Politik und Konzerne spielen die Katastrophe fortwährend herunter und geben nur zu, was sich nicht mehr abstreiten lässt.
Uns allen wird immer deutlicher, dass diese Technologie in all ihren Konsequenzen vollkommen unbeherrschbar ist und nur der Atomausstieg vor einem weiteren nuklearen Super-GAU schützen kann.

Der sofortige Ausstieg ist nötig, und er ist möglich!
• Doch wie stellen wir sicher, dass die Strompreise nicht in die Höhe schnellen?
• Wie schaffen wir demokratische Versorgungsstrukturen jenseits der Marktkartelle von Großkonzernen?
• Wie bringen wir den Atomausstieg mit den klimapolitischen Zielen und Notwendigkeiten in Einklang?
• Wie können neue Abhängigkeiten und Ressourcenkriege vermieden werden?

Wir konnten den angesehenen Atomenergieexperten Henrik Paulitz vom Verband der atom-kritischen Ärzte, IPPNW, für einen Vortrag in Mainz gewinnen.
Als die tagesschau am 12. März über die Katastrophe von Fukushima im März berichtete, war Paulitz als erster Experte zugeschaltet und machte die Konsequenzen deutlich, die dies auch für die Atomdebatte in Deutschland haben müsse. Er hat in den letzten Jahren aus Brüssel und Frankfurt zu den gesundheitlichen, sozialen und militärischen Folgen der Atomkraft gearbeitet, aber auch zu den gesellschaftlichen und energiepolitischen Perspektiven für ein postnukleares Zeitalter.
In Mainz stellt er nun seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zur Diskussion.

Eine Veranstaltung des Kritischen Kollektivs (IL) in Kooperation mit dem AStA der Uni Mainz, der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz sowie der Jenny-Marx-Gesellschaft / Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz.

Anreise:

Zur Alten Mensa, Uni-Campus Mainz auf einer größeren Karte anzeigen


Bildzitat aus der tagesschau vom 12.03.2011, 15:02 Uhr.


2 Antworten auf „Atomausstieg und die Soziale Frage“


  1. 1 Hans 18. Mai 2011 um 13:14 Uhr

    Es wäre schön wenn man die Anti-Atombewegung wirklich links ausrichten könnte. Solange sie aus dem bürgerlichen Lager ihren Treibstoff bekommt wird viel Protest und Handlungspotenzial verspielt.

  2. 2 Hartmut 24. Mai 2011 um 15:39 Uhr

    ich finds echt nervig und anstrengend dass linke versuchen, den anti-atom-protest zu vereinnahmen. so schafft man keine gemeinsame breite bewegung! aber vielleicht will man das auch gar nicht?!

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