TATORT Flughafen

Info-Reihe zur dt. Abschiebepolitik von 6.-16. Juni in Mainz
Demo am 20. Juni am Flughafen Frankfurt

Tatort Flughafen HeaderDer Frankfurter Flughafen ist Ort der Urlaubsreisen, der Heimkehr, des Business. „Tor zur Welt“. Doch für 3098 Menschen war er vergangenes Jahr Endstation der Hoffnung. Mit durchschnittlich zehn Abschiebungen pro Tag ist der Frankfurter Flughafen Tatort und Tor der deutsch-europäischen Abschiebepolitik. Hier finden permanent Menschenrechtsverletzungen statt, wenn Menschen gegen ihren Willen zur „Heimreise“ in Länder gezwungen werden, wo ihnen Armut, Folter oder Mord drohen. Ganz zu schweigen davon, dass ihnen das uns allen so selbstverständliche Recht auf Selbstbestimmung des Aufenthaltsortes komplett abgesprochen wird.

Wir sind gegen diese Politik, die Menschen illegalisiert oder nach Verwertbarkeitskriterien ausgrenzt. Deshalb wollen wir am 20. Juni am
Frankfurter Flughafen lautstark für ein Bleiberecht für alle demonstrieren. Ab 18 Uhr, Terminal 1, Bereich B.

Doch vorher wollen wir uns gemeinsam mit euch mehr mit diesem Thema auseinandersetzen und uns informieren. Warum gibt es überhaupt Abschiebungen, wer wird abgeschoben und wie, was kann Mensch dagegen tun? Um Auf diese Fragen ein paar Antworten zu finden, laden wir Euch gemeinsam mit diskursiv ein zur Veranstaltungsreihe „Tatort Flughafen“ mit Referent*innen, Filmen und Diskussionen vom 6. bis 16. Juni in Mainz.

7. Juni — Vortrag und Diskussion
19 Uhr im Zelt des „festival contre le racisme“, Wiese vor der NatFak,
Johann-Joachim-Becher-Weg 21

Karl Kopp von ProAsyl berichtet uns ‚vom täglichen Sterben‘ an den EU-Außengrenzen. Gleichzeitig soll es um die Frage gehen, wieso Europa den Tod Tausender Menschen herbeiführt, die auf der Suche nach einem besseren, lebenswerteren Leben auf hoher See ertrinken?

9. Juni — Film, Vortrag und Diskussion
19 Uhr im Festivalzelt (s.o.), Johann-Joachim-Becher-Weg 21

Die Gruppe Jugendliche ohne Grenzen (JoG), ein Zusammenschluss jugendlicher Flüchtlinge, die auch dieses Jahr auf der Innenminister*innenkonferenz wieder die/den „Abschiebe-minister*in des Jahres“ wählen werden, berichten von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen.

14. Juni — Film: „Abschiebung im Morgengrauen“
18 Uhr im Cine Mayence, Schillerstraße 11

Die Dokumentation „Abschiebung im Morgengrauen“ aus dem Jahr 2005 erhielt zahlreiche Preise für die ungeschminkte Darstellung dessen, was täglich in deutschen Abschiebebehörden vor sich geht und was mit den Menschen passiert, die dieser Politik ausgeliefert sind.

16. Juni — Film „Endstation Frankfurt Flughafen“ mit Vortrag und Diskussion
19 Uhr im Schon Schön, Große Bleiche 60-62

Nach dem Kurzfilm „Endstation Frankfurt Flughafen“, die Darstellung einer Abschiebung, wird Marion Bayer vom „Aktionsbündnis gegen Abschiebung“ einem kurzen Überblick zu den Bedingungen für abschiebegefährdete Flüchtlinge und Migrant*innen geben und über die Geschichte und Möglichkeiten des Widerstandes gegen die deutsche Abschiebepolitik berichten.

20. Juni — Demonstration am Frankfurter Flughafen
18 Uhr am Frankfurter Flughafen, Terminal 1, Bereich B.

Kein Mensch ist illegal!
Bleiberecht für alle!
Freiheit statt Frontex!
Mit diesen Forderungen wollen wir einem der Tatorte der Abschiebepolitik einen Besuch abstatten und eine unmissverständliche Absage erteilen.

Mögliche (Raum-)Änderungen vorbehalten.

Weitere Veranstaltungen des ‚festival contre le racisme‘: www.antirassismus.blogsport.de

Weitere Infos unter:
http://www.diskursiv.blogsport.de
http://www.noborderffm.blogsport.de (Flughafendemo am 20.6. in Frankfurt)
http://imkaufloesen.blogsport.de (Kampagne am 21./22.6. in Frankfurt)

Eine Veranstaltungsreihe von:

diskursiv, AK Antirassismus Uni Mainz, Kritisches Kollektiv (IL), AStA Uni Mainz, Jenny-Marx-Gesellschaft / Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz


2 Antworten auf „TATORT Flughafen“


  1. 1 janita 04. Juni 2011 um 16:12 Uhr

    :)

  1. 1 TATORT Flughafen « Kritisches Kollektiv | organisiert in der … Pingback am 11. Juni 2011 um 19:46 Uhr
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